" Zum Heidenhofer"
                                             Privatzimmer in Hackerberg

Wie wir Gastgeber im Burgenland wurden

Er in Weiz geboren, aufgewachsen in Ilz, seiner alten Heimat sehr verbunden. Sie eine echte Wienerin, die ihre Heimatstadt liebt und die sich lange nicht vorstellen konnte wegzuziehen.

Wir haben uns erst im fortgeschrittenen Alter kennen und lieben gelernt. Wir wollten beide nicht in Wien alt werden und so begann die Suche nach einem gemeinsamen Wohnsitz in seiner „alten Gegend“…

Ein Haus, vielleicht ein altes Haus? Es sollte sowohl Privatwohnsitz als auch beherbergen und dazu noch finanziell leistbar sein. 



Walter  ist seit 2017 in Pension ein begeisterter Koch, Elfi eine wunderbare Gastgeberin.


  • Das Thermengebiet Oststeiermark bis Burgenland sollte es sein.

  • Ein Haus zum Herrichten mit eigener Kraft.

  • Viel Grün in der Umgebung.

  • Platz für den Hund der Kinderträume.



Über ein Jahr haben wir gesucht, bis wir „unser“ Haus fanden. Da stand am Waldrand in Hackerberg ein liebes altes Gasthaus! Mit einer wunderschönen Fassade und einem traumhaften Innenhof.
Über zwanzig Jahre ist es leer gestanden und hat nur darauf gewartet aus dem Dornröschenschlaf wach geholt zu werden.

Die Geschichte unseres Hauses

 

Das Haus hat eine sehr bewegte Geschichte.
Zur Zeit der Österreichisch - Ungarischen Monarchie wurde das Haus nach alter Überlieferung schon als Herberge und "Gaststätte mit Stechviehhandel" erwähnt.
Direkt am Weg des Österreichisch - Ungarischen Handelsweg liegend war unser Haus Zeuge vieler Grenzereignisse. 



Die Lafnitz hat eine bewegte Geschichte als Grenzfluß zwischen Österreich und Ungarn.  Das Gebiet war als Grenzland infolge des unruhigen Nachbarn ständig gefährdet und musste fortwährend Überfälle der aus dem Osten vorstoßenden Feinde über sich ergehen lassen. Alte Fotos mit ungarischen Aufschriften bezeugen das. Wir haben Spuren davon unter dem alten Putz gefunden!

Der Umbau

Am Anfang haben wir geplant, überlegt, gerechnet: wie können wir unser Vorhaben finanzieren, was können wir selbst machen, wo brauchen wir fachmännische Hilfe. Es fing schon mit dem Problem an, dass kein aktueller und genehmigter Bauplan auf der Gemeinde vorlag. Auf Anraten des Bürgermeisters fanden wir einen Baumeister, der das Naturmaß abnahm und uns auch beriet, wie unsere Vorstellungen kostengünstig zu verwirklichen seien.

Vier Monate lang diskutierten wir die Pläne, überlegten, träumten, planten, zeichneten wir. Recht schnell war klar, dass wir den großen Saal, der früher als Veranstaltungs- und Tanzsaal genutzt wurde, in vier großzügige Fremdenzimmer umbauen konnten.

Die Gaststube brauchte einen neuen Boden, die Küche musste modernisiert und auf den letzten Stand der Technik gebracht werden. Alle Böden sollten dasselbe Niveau bekommen, wir wollten ja alles barrierefrei haben. Natürlich entsprachen die alten Toiletten nicht den heutigen Hygienevorschriften, Elektrik und Heizung, Fenster, Türen, Kühlraum, der Innenhof … unser Haus wurde von Grund auf erneuert. Die BH Güssing beriet uns über die letztgültigen Vorschriften für eine korrekte Betriebsanlage.

Wohin wir sahen, es kam Arbeit noch und noch auf uns zu. Im Jänner 2013 stand dann der Minibagger in der Gaststube und der Umbau konnte beginnen…